Planet Diversity World Congress on the Future of Food and Agriculture

Futterpflanzen als Brennstoff?

Die Auswirkungen von Biokraftstoff und Energieumwandlung aus der Landwirtschaft auf Hunger und Vielfalt

Organisatoren: Helena Paul, Eco-Nexus, UK und Stephan Albrecht, Vereinigung deutscher Wissenschaftler

Redner:
Adrian Bebb, Friend of the Earth, Europa
Hartmut Grassl, IPCC Mitglied, Universität Hamburg
Eric Holt-Giminez, Food First, USA
Camila Moreno, Terra de Direitos, Brasilien
Bakari Nyari, Regional Advisory and Information Network Systems (RAINS) und African Biodiversity Network, Ghana
Marianne Klute, Watch Indonesien

Outline:
Der Ansturm auf Agrokraftstoffe hat gerade erst begonnen und schon sind ernsthafte Auswirkungen auf der ganzen Welt spürbar. Die Lebensmittelpreise steigen stark an, die Zerstörung von Wäldern nimmt zu. Der ländlichen Bevölkerung wird, oft gewaltsam, das land genommen und viele werden vertrieben, meist in städtische Slumgebiete. Agrokraftstoffe bewirken auch, dass gemeinschaftlich genutztes Land eingezäunt und zerstört wird, darunter Weideland und Wälder, die der örtlichen Bevölkerung lebensnotwendige Ernährung, Medizin, Brennstoff und andere Materialien lieferten. Eine weitere Expansion der Monokulturproduktion für Agrokraftstoffe würde der biologischen Vielfalt, dem Klima und den vielfältigen landwirtschaftlichen Systemen ernsten Schaden zufügen.

Agrokraftstoffe sind nicht nur ein heißes Thema was die Zukunft der Landwirtschaft betrifft, sie sind auch eine ernsthafte neue Bedrohung der biologischen Vielfalt.
Trotzdem drängen Regierungen und Unternehmen auf der ganzen Welt weiter, weil Agrokraftstoffe scheinbar eine Lösung in der Energiekrise anbieten, die die industrialisierte Lebensweise nicht in Frage stellt. Subventionen, Zielvorgaben und globale Spekulationen haben die Agrokraftstoffe zu den Lieblingen der internationalen Unternehmen gemacht.
Bürgervereinigungen setzen sich vermehrt für einen Stopp dieser rasenden Entwicklung ein und fordern ein Moratorium der Agrokraftstoffmonokulturen in der EU, Afrika und den USA, sowie Nahrungsmittel- und Energiesouveränität in Lateinamerika.

In diesem Workshop werden Redner aus der südlichen Erdhalbkugel zu Worte kommen, aus Asien, Afrika und Amerika, sowie aus den ehemals großen Verbraucherregionen wie die EU und USA.
In einer wissenschaftlichen Analyse wird aufgezeigt, dass Pflanzen und Bäume nur einen kleinen Anteil des Sonnenlichts nutzen und deshalb keine große Quelle für erneuerbare Energie sein können. Mit Fallbeispiele und Berichten aus unterschiedlichen Gebieten und Neuigkeiten von Kampagnen und Informationen zu Regierungspositionen werden wir den Wissensstand und die derzeitige Debatte zusammenfassen.
Es wird die Möglichkeit geben, Mittel und Wege globaler Netzwerke und Zusammenarbeit zu diskutieren. Von besonderer Bedeutung ist es, dass die UN Konvention zur Biologischen Sicherheit dieses Thema aufgreift. Einige Länder würden diese Diskussion gerne aufschieben und es ist entscheidend, dass dies nicht geschieht.

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Background Papers and further reading

Agrofuels - Towards a reality check in nine key areas

Agrofuels in Africa

Agrofuels in Ghana

A one page viewpoint
Rod Harbinson, head of the Environment Programme at Panos, London

Corn can't save us by David Pimentel in Common Dreams.
 "The science is clear: The use of corn and other biofuels to solve our energy problem is an ethically, economically and environmentally unworkable sham."

Agrofuels in Brazil, by Rubens Onofre Nodari, Full Professor at Federal University of Santa Catarina, Previously, Manager of Genetic Resources – Ministry of the Environment

 

 

Crops for Fuels?Des récoltes pour du carburant?Futterpflanzen als Brennstoff?Cultivos para Combustible?

Das Organisationsteam