Planet Diversity World Congress on the Future of Food and Agriculture

Nanotechnologie und synthetische Biologie

Umwelt- und sozioökonomische Risiken dieser neuen aufstrebenden Technologien

Organisatorin: Maureen E. Butter, Platform Health und ANPED, Northern Alliance for Sustainability, www.anped.org

Redner:
Maureen Butter, Platform Health and Environment, Niederland und Koordinatorin Health Work Group of ANPED, Northern Alliance for Sustainability
Jim Thomas, ETC Group, Kanada
Jurek Vengels and Katja Vaupel, BUND, Deutschland

 


illustration: etc-group

Outline:

Nanotechnologie und synthetische Biologie sind wichtige neue Technologien. Die Nanotechnologie entwickelt, u.a., auf kleinstem Maßstab neue Materialien und „Maschinen“ mit möglicherweise neuen und unerwarteten Eigenschaften. Die synthetische Biologie übersteigt alle bisherigen Errungenschaften der GVOs. In der synthetischen Biologie geht es nicht um die Veränderung existierender Organismen, sondern um die Entwicklung neuer Organismen.

Es wird allgemein angenommen, dass es sich bei diesen Technologien um eine dritte industrielle Revolution handelt. Die Entwicklungen sind schon weit fortgeschritten, finanziert von enormen Mengen an Steuergeldern. In der EU wurde DG Forschung bisher mit 1.300 Millionen EUR, FP6 und FP7 Forschung mit 3.400 Millionen EUR gefördert. NROs haben sich bis heute kaum am Entscheidungsprozess beteiligt, durch Förderung von Forschung und Entwicklung, Risikobewertung, Formulierung eines Verhaltenskodex und Information und Teilnahme der Öffentlichkeit. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die neuen Technologien in allen wichtigen Aspekten als äußerst vielversprechend und nützlich dargestellt werden. Die Forschungsanträge beinhalten alle Arten von Verbrauchsgütern, von neuen Chemikalien und Materialien zu Medikamenten, kosmetischen Produkten, Lebensmitteln und elektronischen Gütern. Von Seiten der Wissenschaftler wird Vorsicht gefordert. Man geht davon aus, dass neue Technologien neue Risiken mit sich bringen und bisher wurden Bedenken hinsichtlich Datenschutz, Umweltschutz und -sicherheit, sowie militärischer und terroristischer Missbrauch geäußert. Die ETC Group führt außerdem Zerrüttung und Bedrohung der biologischen Vielfalt auf. Die sind große Probleme und der Mangel an NRO Teilnahme im EU Entscheidungsprozess ist an sich schon besorgniserregend. Die maßgeblichen EU Richtlinien bezüglich Nanowissenschaft und Nanotechnologie: Aktionsplan für Europa 2005-2009, erster Durchführungsbericht zu diesen Strategien (Sept. 2007), Verhaltenskodexentwurf, Risikobewertung durch SCENHIR für non-food Anwendungen und anstehende Risikobewertung durch EFSA (European Food and Safety Authority), EU Gesetzesvorlage zur öffentlichen Gesundheit (Okt.. 2007). Das (derzeit in Vorbereitung bei REACH) Kapitel zu Nanomateralien wird diskutiert. Die EU hat die Aarhus Konvention ratifiziert, aber Teilnahme von NROs und anderen öffentlichen Interessensvertretern ist bisher kaum ausgeprägt.

Dieser Workshop will auf die Themen dieser neuen Technologien aufmerksam machen und ein Netzwerk interessierter NROs aufbauen, mit Empfehlungen, Prioritäten und Listen von interessierten NROs.

Programm
Vorstellung der Teilnehmer
Kurze Einführung in die Themen von Maureen Butter, Platform Health and Environment/ ANPED
Synthetische Biologie, was ist das und warum ist es wichtig? Jim Thomas, ETC-Group, Kanada
Nanotechnologie und Nahrungsmittelproduktion, Jurek Vengels/ Katja Vaupel, BUND, Deutschland
Beiträge von anderen Teilnehmern zu ihren bisherigen Aktivitäten in diesem Bereich (5 Min pro Organisation), anschließend Diskussion: was können wir tun, wie können wir zusammenarbeiten und was muss dafür geschehen, Positionsvorschläge und Unterstützung.

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