Planet Diversity World Congress on the Future of Food and Agriculture

GVOs in Afrika

Regional Workshop

Organisatoren: Mamadou Goita, IRPAD, Forum Nyeleni, Mali und Bernadette Ouattara COPAGEN/BURKINA, Burkina Faso

Redner:
Mamadou GOITA (Coordination régionale de la COPAGEN régionale) : « Stratégies des multinationales pour l’introduction des OGM en Afrique et organisation de la résistance par la société civile »
Bernadette OUATTARA (COPAGEN/BURKINA) : « La caravane d’information / Sensibilisation des populations sur les enjeux de l’introduction des OGM dans l’agriculture et l’alimentation au Burkina et dans la sous région : un exemple de la résistance de la société civile ouest africaine»
Mariam LOUANCHI, AREA-ED Association de Réflexion, d'Échanges et d'Actions pour l'Environnement et le Développement, Algeria
Mariam MEYET, African Centre for Biosafety, Südafrika
Wanjiru Kamau, Kenya Organic Agriculture Network (KOAN), Kenya Biodiversity Coalition
Jack Rware, biologisch wirtschaftender Kleinbauer, Kenya Biodiversity Coalition

Beschreibung:                                                                                                                         
Afrika war während der letzten zehn Jahre zunehmendem Druck vonseiten der nördlichen bilateralen Zusammenarbeit, den internationalen Institutionen (Weltbank, internationaler Währungsfonds, Welthandelsorganisation) und internationaler Unternehmen ausgesetzt, welche sich gegenseitig unterstützten in ihrem Versuch, gentechnisch veränderte Organismen (GVOs) mittels der modernen Biotechnologie in die afrikanische Landwirtschaft einzuführen.  
Besonders in Westafrika existieren viele Initiativen, die zum Ziel haben GVOs zu fördern oder gesetzliche Rahmenbedingungen zur Verbreitung des Anbaus von GVOs zu schaffen. Diese Initiativen sind unter anderem: das CORAF/WECARD-Programm zu Biotechnologie und Biosicherheit, die CILSS-Initiative zur Biosicherheit, der Aktionsplan zur Förderung von Biotechnologie und Biosicherheit in den ECOWAS-Staaten und das regionale Westafrika-Biosicherheits-Projekt (Benin, Burkina Faso, Mali, Senegal, Togo) der UEMOA (Westafrikanische Wirtschafts-und Währungsunion). Fast alle diese Initiativen werden von den selben Partnern finanziert, nämlich von USAID, Saatgut- und Düngemittelherstellern oder  CROPLIFE, mit Unterstützung durch die Weltbank und einige andere Organisationen der bilateralen Zusammenarbeit.
Burkina Faso zum Beispiel, welches die Biodiversitäts-Konvention, das Cartagena-Protokoll und die afrikanischen Modellgesetze zu Biosicherheit und den sogenannten „community rights“ (Rechte lokaler Gemeinschaften an ihren Ressourcen und ihrem Wissen) übernommen hat, die von den afrikanischen Staatsoberhäuptern im Juli 2001 in Lusaka beschlossen wurden, konnte diesen Agressionen und dem großen Druck nicht widerstehen. Vielmehr war Burkina Faso mit der Einführung von transgener Baumwolle (auch: Bt-Baumwolle) zu Versuchszwecken im Jahre 2003 das erste westafrikanische Land, das in das Abenteuer der Gentechnologie verwickelt wurde. Dieses Jahr erklärte der Landwirtschaftsminister am landesweiten Tag der Bauern, daß 2008 15 000 ha Bt-Baumwolle angebaut werden.
Viele andere afrikanische Länder sind von diesem Szenario bedroht; auch in Ost- Süd- und Zentralafrika herrscht großer Druck, GVOs in die afrikanische Landwirtschaft einzuführen.

Ziele des Workshops:
•    Vorstellung der Strategien der großen Unternehmen zur Einführung von GVOs in Afrika  
•    Sichtbarmachen des Widerstands der afrikanischen Zivilgesellschaft anhand mehrerer Fallbeispiele: „Nein zu GVOs in der Landwirtschaft“- Karavane in Burkina Faso vom 16. bis  zum 24. Februar 2008, organisiert von COPAGEN, ABN-Kampagne in Ostafrika, weitere Beispiele aus dem nörlichen- und südlichen Afrika
•    Austausch und Teilen von Alternativen zu GVOs um auf den gegenwärtigen Druck der großen Unternehmen einzuwirken können
•    Schaffung einer panafrikanischen Allianz des Widerstands gegen die Aggressionen der großen Unternehmen gegen afrikanische Landwirtschafts- und Ernährungssysteme

Moderation:
Dieser Workshop bot Gelegenheit zur partizipativen Diskussion über GVOs in Afrika. Dazu war der erste Teil des workshop kurzen Vorträgen gewidmet. Ihr Hauptanliegen war es, einen breiteren Überblick über das Thema zu verschaffen, praktische Versuche herauszustellen und einige Alternativen, die auf verschiedenen Ebenen und von verschiedenen Akteuren umgesetzt werden, darzustellen. Während des zweiten Teils des workshops konnte eine allgemeine Diskussion dazu beitragen, die Kommunikation zwischen den Teilnehmern grundlegend zu bereichern, sowie im Besonderen eine strategische Allianz zwischen diesen Organisationen und Einzelpersonen, die sich der Bekämpfung von GVOs in Afrika verschrieben haben, zu bilden. Die Zusammenfassung zum Ende der Veranstaltung schließlich diente dem Entwurf eines gemeinsamen Aktionsplans zur Bildung einer panafrikanischen Allianz und der offenen Debatte mit den internationalen Organisationen.

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Disclaimer addressed to the attention of GEF CEO and GEF council members, August, 31st, 2007
by the Coalition for the Protection of African Genetic Heritage (COPAGEN)
Subject: Manipulation of information to serve hidden agendas: Regional (Benin, Burkina Faso, Mali, Senegal, Togo) : West African Regional Biosafety Project.
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