Planet Diversity World Congress on the Future of Food and Agriculture

Ziele

Das wichtigste Ziel von "Planet Diversity" ist es, die Zusammenarbeit von Initiativen, Bewegungen und Institutionen zu befördern, die sich für die Erhaltung biologischer, kultureller und wirtschaftlicher Vielfalt einsetzen. Ihre weltweite Vernetzung und Verständigung über gemeinsame Ziele und Strategien und die Formulierung eines gemeinsamen Selbstverständnisses soll gefördert werden.

Besonders das Vorurteil, daß es sich dabei um einen nur verteidigenden, rückwärtsgewandten Ansatz handelt, soll überwunden werden. Tatsächlich arbeiten diese Initiativen an der Bewältigung einiger der größten ökologischen und sozialen Herausforderungen der Welt und bieten echte Innovationen und konstruktive Lösungen sowohl von der Verbraucher- als auch Produzentenseite. In der breiteren Öffentlichkeit werden diese gemeinsamen Ziele und Ansätze noch wenig wahrgenommen und viele der beteiligten Akteure sehen ihre Arbeit selbst noch nicht als Teil eines weltweiten neuen Ansatzes unter der gemeinsamen Überschrift von Vielfalt und neuer Ernährungssouveränität.Der Kongreß soll auch unmittelbar die Verhandlungen über internationale Haftungsregeln beim Einsatz gentechnisch veränderter Organismen auf der gleichzeitig stattfindenden Vertragsstaatenkonferenz des Protokolls zur Biologischen Sicherheit befördern. Es mag selbstverständlich erscheinen, daß Unternehmen, die diese Technologie einführen wollen, auch für deren mögliche Schäden zu haften haben. Der gegenwärtige Stand der Vorverhandlungen legt jedoch nahe, daß ein positives Ergebnis starker politischer Aufmerksamkeit und öffentlichen Drucks bedarf. Den versammelten Regierungsvertretern soll dabei auch die klare Botschaft vermittelt werden, daß gentechnisch veränderte Lebensmittel von einer Mehrheit der Bevölkerung (nicht allein in Europa) abgelehnt wird.

Den Kongreß zu Beginn der Verhandlungen der Rio-Konvention zur Biologischen Vielfalt anzuhalten verfolgt schließlich das Ziel, die öffentliche Erwartung und die Wahrnehmung des Themas in den Medien zu beeinflussen. Biologische Vielfalt ist nicht allein eine Frage des Naturschutzes und der Erhaltung von Lebensformen als Ressourcen zur künftigen wirtschaftlichen Nutzung (und Patentierung) durch Industrie und Wissenschaft. Die natürliche und kultivierte biologische Vielfalt ist ein weltweites Gemeingut und der Ausdruck kultureller Vielfalt, Tradition und Würde. Es geht bei ihrem Erhalt um globale Menschenrechte, lokale und regionale Selbstbestimmung, insbesondere in Bezug auf eine ausreichende, gesunde und nachhaltige Ernährung. Unterschiedliche Traditionen des Lebens mit biologischer Vielfalt, der Reichtum an Erfahrung und Wissen im Umgang mit ihr werden akut bedroht von einem vereinheitlichenden und technokratischen industriellen Ansatz. Der Gastgeber der letzten Rio-Konvention, die Stadt Curitiba brachte es auf den Punkt: "Vielfalt lebt in den Menschen."

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Das Organisationsteam