Planet Diversity World Congress on the Future of Food and Agriculture

Pressemitteilungen

16.05.2008

Vielfalt statt Monokulturen

Gegengipfel zur Zukunft von Landwirtschaft und Ernährung fordert Ausstieg aus Gentechnik und Agrar-Sprit

Ein weltweites Moratorium für die Produktion von Agrar-Sprit und Gentechnik-Anbau forderten 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 100 Ländern zum Abschluß von „Planet Diversity“ in Bonn. Sie forderten eine Revolution der Landwirtschaft, die sich am Überleben und dem Respekt vor allen Menschen, Tieren und Pflanzen des Planeten orientiert. Angesichts der Klima- und Biodiversitäts-Katastrophe bedürfe es eines gemeinsamen, radikalen Paradigmenwechsels bei Bauern, Verbrauchern, Wissenschaftlern und Regierungen. Die aktuelle Nahrungsmittelkrise trotz landwirtschaftlichen Überflusses, sei eine politische Schande.
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02.05.2008

Vielfalt statt Monokulturen gegen den Welthunger

Breites Bündnis organisiert Pfingst-Demonstration am 12. Mai gegen Hunger, Agrar-Spekulanten und Gentechnik

Zum Auftakt der Verhandlungen der 9. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) rufen 80 Bauern-, Entwicklungs- und Umweltschutzorganisationen unter dem Motto „Regional – Fair – Gentechnikfrei“ zu einer Demonstration am Pfingstmontag in Bonn auf. Sie fordern eine radikale Wende in der Agrarpolitik, faire Lebensmittelpreise, freien Zugang zu Saatgut und Wissen und Selbstbestimmung bei der Wahl der Lebensmittel und Anbaumethoden. Sie wenden sich gegen industrielle Monokulturen, Agrar-Sprit und Billigfleisch-Subventionen, gegen Gentechnikkonzerne, die für die eigenen Schäden nicht haften wollen und gegen Spekulationen an den Weltagrar-Börsen, die Millionen Menschen das Leben kosten können.
Liste aller Organisationen, die zu der Demonstration aufrufen
Ablauf der Demonstration
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29.04.2008

Für den Erhalt der regionalen Vielfalt-Gegen globale Monokulturen

Demonstration, Festival und der Kongress Planet Diversity setzen sich für biologische Vielfalt ein

Zum Auftakt der UN-Verhandlungen zur Biologischen Vielfalt bündelt Planet Diversity Hüter und Hüterinnen der Vielfalt aus aller Welt in Bonn. Am 12. Mai begrüßen sie die UN-Delegierten mit einer Demonstration und einem Festival unter dem Motto „ Für biologische Vielfalt – regional, fair, gentechnikfrei!“. Über 80 Bauern-, Entwicklungs- und Umweltschutzorganisationen un-terstützen die Demonstration und fordern eine radikale Wende in der Agrarpolitik. Denn die Botschaft des UNO-Weltagrarberichts ist mehr als deutlich: Die industrielle Landwirtschaft mit Mono-kulturen, Massentierhaltung und dem Einsatz von Pestiziden und grüner Gentechnik ist nicht geeignet, den Hunger auf der Welt nachhaltig zu bekämpfen.
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21.04.2008

Vielfalt als Antwort auf Lebensmittelkrise

Planet Diversity stellt weltweite Modelle nachhaltiger Landwirtschaft vor

Explodierende Lebensmittelpreise und Hungeraufstände führen endlich auch bei Institutionen wie dem Internationalen Währungsfond oder der Weltbank zu der Erkenntnis: es läuft etwas grundlegend falsch in der globalen Landwirtschaft. Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer will eine „Renaissance der Landwirtschaft“ und  Bundeskanzlerin Angela Merkel sucht nach Strategien gegen die internationale Lebensmittelkrise. „Planet Diversity“ hält Antworten bereit und wird auf dem Internationalen Kongress zur Zukunft von Lebensmitteln und Landwirtschaft Alternativen zur Globalisierung der Agrarmärkte und zur Vernichtung bäuerlicher Existenzen und der ökologischen Grund-lagen unserer Ernährung präsentieren.
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15.03.2008

Billigfleisch und industrielle Landwirtschaft sind die größten Klimasünder

„Planet Diversity“ zum Weltverbrauchertag 2008 im Zeichen des Klimaschutzes

Ernährung und Landwirtschaft spielen eine zentrale Rolle beim Klimawandel. Das ist die Botschaft von PLANET DIVERSITY zum heutigen Weltverbrauchertag. Weltweit stammen 18 Prozent der vom Menschen verursachten Treibhausgase nach einem Bericht der UN-Ernährungsorganisation FAO aus der Viehzucht; mehr als durch den gesamten Verkehrssektor in die Luft gepustet wird.
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28.1.2008

Planet Diversity öffnet seine Türen

Weltkongress zur Zukunft von Landwirtschaft und Essen ,12.-16.Mai in Bonn

Im Mai dieses Jahres steht die Biodiversivität im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Zur Vertragsstaatenkonferenz der UN-Konvention zur biologischen Vielfalt (CBD) und ihrem Cartagena Protokoll zur biologischen Sicherheit werden in Bonn Regierungsvertreter aus 190 Nationen erwartet.
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Vielfalt statt Monokulturen

Gegengipfel zur Zukunft von Landwirtschaft und Ernährung fordert Ausstieg aus Gentechnik und Agrar-Sprit

Bonn 16. Mai 2008 Ein weltweites Moratorium für die Produktion von Agrar-Sprit und Gentechnik-Anbau forderten 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 100 Ländern zum Abschluß von „Planet Diversity“ in Bonn. Sie forderten eine Revolution der Landwirtschaft, die sich am Überleben und dem Respekt vor allen Menschen, Tieren und Pflanzen des Planeten orientiert. Angesichts der Klima- und Biodiversitäts-Katastrophe bedürfe es eines gemeinsamen, radikalen Paradigmenwechsels bei Bauern, Verbrauchern, Wissenschaftlern und Regierungen. Die aktuelle Nahrungsmittelkrise trotz landwirtschaftlichen Überflusses, sei eine politische Schande.

Ziel des bei „Planet Diversity“ entstandenen weltweiten Netzwerks ist die Besinnung auf gemeinsame Werte und ein ganzheitliche Revolution in der Landwirtschaft und beim Lebensmittelverbrauch. Die „mittelalterliche Technologiegläubigkeit“ vieler Politiker und Unternehmen soll durch kritischen, und vorsorgenden, praktischen Fortschritt überwunden werden.

„Die Monokulturen der vergangenen Jahrzehnte dienen nicht mehr der Produktion von mehr und besserer Nahrung. Sie ernähren nicht die Armen dieser Welt, sondern füttern die Fleischfabriken und Autos der Reichen. Sie schaden dem Klima, laugen die Böden aus, brennen die Wälder nieder, verschwenden und vergiften unser knappes Wasser und vertreiben Kleinbauern und Indigene von ihrem Land.“ „Industrielle Landwirtschaft ist ein Fossil der Vergangenheit, das unsere natürliche und kulturelle Vielfalt und damit unsere Überlebensfähigkeit zu vernichten droht“, fasste einer der Organisatoren, Benedikt Haerlin das Ergebnis der Konferenz zusammen.

In dieser Auffassung sehen sich die Bauern- und Basisorganisationen von „Planet Diversity“ bestätigt durch den jüngsten Bericht von 400 Wissenschaftlern des Weltagrarrates (IAASTD). Dessen Ko-Präsident, Hans Herren, sagte bei der Konferenz „business as usual ist schlicht keine Option mehr“ und betonte: „Die Mittel und Technologien zur Überwindung des Hungers stehen zur Verfügung. Was fehlt ist einzig der politische Wille, sie klug und systematisch einzusetzen.“

Dieser Alarmruf des Weltagrarrates, dürfe nicht wie der erste Bericht des Welt-Klimarates (IPCC) jahrelang ignoriert werden, forderte die indische Saatgut-Aktivistin Vandana Shiva.

Welthandel und Spekulation mit Agar-Rohstoffen, haben dazu geführt, dass trotz steigender Produktion die Zahl der Hungernden in diesem Jahr wieder auf eine Milliarde Menschen anschwillt. „Wir Bauern können genügend Lebensmittel für die Bevölkerung von heute und von morgen produzieren, wenn wir nicht in die Abhängigkeit von multinationalen Handels-, Chemie- und Gentechnikkonzernen getrieben und unserer natürlichen Produktionsmittel beraubt werden,“ sagte der Bauernführer Mamadou Goita aus Mali.

Saatgut, die Grundlage aller Landwirtschaft, sei kein Privatbesitz von Monsanto, Syngenta und Bayer, sondern das gemeinsame Erbe der Menschheit. „Das Recht auf Austausch, Nachbau, gemeinsame Fortentwicklung und Verkauf von Saatgut steht am Anfang einer Landwirtschaft im Dienste der Menschen statt des Profits“, sagte Guy Kastler vom französischen Netzwerk für bäuerliches Saatgut. Hunger und Klimawandel könnten nur überwunden werden, wenn wir die Vielfalt wieder auf die Äcker bringen statt sie in Gen-Banken einzusperren.

Die enttäuschenden Ergebnisse bei den Verhandlungen über ein internationales Haftungsrecht für Gentechnikschäden im Rahmen des Biosicherheits-Abkommens zeige, wie wenig die Gentechnik-Unternehmen selbst deren Sicherheit trauen. Angela von Beesten vom ökologischen Ärztebund, die einen Workshop zu Gesundheitsrisiken der Gentechnik leitete, wies darauf hin, dass unabhängige Forschung und Gesundheitsbewertung durch Geheimhaltung praktisch unmöglich sei.

„Vielfalt statt Monokulturen“ steht für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Planet Diversity“ auch für eine ethische Neubesinnung: „Wir sind ein Teil und nicht die Herren der Natur“, heißt es in ihrem Bonner Manifest.


Kontakt:
Mone Volke, Planet Diversity, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel:  030 28 48 23 25, Fax: 030 27 59 03 12,  presse@planet-diversity.org
c/o Zukunftsstiftung Landwirtschaft,  Marienstr. 19-20, 10117 Berlin

 

Vielfalt statt Monokulturen gegen den Welthunger

Breites Bündnis organisiert Pfingst-Demonstration am 12. Mai gegen Hunger, Agrar-Spekulanten und Gentechnik

Presse-Erklärung, Berlin 2. Mai 2008 - Zum Auftakt der Verhandlungen der 9. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) rufen 80 Bauern-, Entwicklungs- und Umweltschutzorganisationen unter dem Motto „Regional – Fair – Gentechnikfrei“ zu einer Demonstration am Pfingstmontag in Bonn auf. Sie fordern eine radikale Wende in der Agrarpolitik, faire Lebensmittelpreise, freien Zugang zu Saatgut und Wissen und Selbstbestimmung bei der Wahl der Lebensmittel und Anbaumethoden. Sie wenden sich gegen industrielle Monokulturen, Agrar-Sprit und Billigfleisch-Subventionen, gegen Gentechnikkonzerne, die für die eigenen Schäden nicht haften wollen und gegen Spekulationen an den Weltagrar-Börsen, die Millionen Menschen das Leben kosten können.

Auf der Demonstration sprechen unter anderen José Bové (Frankreich), Vandana Shiva (Indien), Farida Akhter (Bangladesh), Percy Schmeiser (Kanada), Mamadou Coulibali (Mali), ein Vertreter von Via Campesina (Brasilien), Ibolya Tamás és Gedó (Ungarn), Maya Graf (Schweizer Nationalrätin), Ulrich Kelber (SPD, MdB), Dorothee Lindenkamp (Bäurin), Claudia Warning (Verband der Entwicklungspolitischen NGOs), Hubert Weiger (BUND), F.-W. Graefe zu Baringdorf (AbL, grüner Europaabgeordneter) und Benny Haerlin ( „Planet Diversity“).

Ab Pfingstmontag verhandeln in Bonn zum Auftakt der CBD 140 Unterzeichnerstaaten des Protokolls für biologische Sicherheit über internationale Haftungsregeln für Gentechnik-Schäden. Dazu Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland: „Wir fordern die Bundesregierung auf, den Schmusekurs mit den großen Gentechnikkonzernen aufzugeben und sich für verbindliche internationale Haftungsregeln einzusetzen. Denn in Entwicklungsländern sind Bauern den möglichen Schäden und Verunreinigungen ihrer Ernten durch gentechnisch veränderte Organismen bisher recht- und schutzlos ausgeliefert.“

"Die Preisexplosion für Lebensmittel in aller Welt ist nicht die Folge von Missernten oder Mangel, sondern von Spekulationen und unfairer Konkurrenz auf den globalen Agrar-Märkten“, erklärt Rudolf Buntzel vom Evangelischen Entwicklungsdienst EED.  „Erst wurden Entwicklungsländer durch Liberalisierung und Dumpingangebote in die Abhängigkeit von Nahrungsmittelimporten getrieben. Jetzt stehen sie vor dem Aus: die eigene Landwirtschaft ruiniert, die Importware unerschwinglich. Das stürzt Millionen in neues Elend und vermeidbaren Hunger."

“Deutschland und die EU müssen sofort ihre Pläne zur Beimischung von Agrar-Sprit aufgeben”, fordert Stephanie Töwe von Greenpeace. „Autofahrer dürfen nicht gezwungen werden, mit Autos  Lebensmittel zu verheizen, die den Ärmsten der Welt zum Leben fehlen.”

„Der Weltagrarrat hat soeben eine radikale Wende in der Agrarpolitik gefordert, um künftig eine nachhaltige und faire Versorgung mit Lebensmitteln zu gewährleisten ohne deren natürliche und soziale Grundlagen zu zerstören. Die innovative Nutzung und Verbreitung angepasster Technologien ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Wir müssen den Energie- und Pestizid-Einsatz herunterfahren, kleinbäuerliche Strukturen fördern und die lokale Selbstbestimmung in der Agar- und Ernährungspolitik respektieren“, sagt der Geschäftsführer der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler, Reiner Braun.

„Der biologische Landbau und andere Formen agro-ökologischer Landwirtschaft, beweisen gerade in den Ländern des Südens, dass eine radikale Reduktion von Gift- und Energieeinsatz ohne Verlust an Nährwert und mit hohem Gewinn für die ländliche Entwicklung möglich ist“; meint Gerald A. Herrmann, Präsident der Weltvereinigung der biologischen Landwirtschaft, IFOAM.

„Einige Chemie- und Gentechnik-Konzerne versuchen jetzt mit dem  Elend, das sie selbst mit verursachen, ihr Süppchen zu kochen. Sie sind nicht Teil der Lösung sondern Teil des Problems. Gentechnik vernichtet Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, führt zu agrarindustrieller Landwirtschaft, wird vorrangig in Monokulturen für Futter- und Energiepflanzen eingesetzt, trägt nicht zur Ertragssteigerung und erst recht nicht zur Ernährungssicherheit bei“, erklärt Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft.

„Die entscheidende Frage lautet: Vielfalt oder Monokulturen?“, schließt Benedikt Haerlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. „Vielfalt ist die einzige, seit Millionen Jahren bewährte Innovationskraft der Natur. Die Monokulturen der industriellen Landwirtschaft sind ihr schlimmster Feind. Um dem Artensterben und der Zerstörung der landwirtschaftlichen Vielfalt Einhalt zu gebieten, reicht es nicht, Saatgut in der Arktis tiefzufrieren oder in Genbanken zu digitalisieren und zu patentieren. Vielfalt muss leben, um sich fortzuentwickeln und zu erhalten. Sie lebt und gedeiht nur in und mit der Vielfalt der Kulturen dieses Planeten: Wir sind die Vielfalt!“

Weitere Informationen
zur Demonstration, dem anschließenden Pfingstfestival der Vielfalt in den Bonner Rheinauen und zur internationalen Konferenz “Planet Diversity”, vom 13. bis 15. Mai mit über 500 Teilnehmern aus 90 Ländern, finden Sie unter www.planet-diversity.org.
Hintergründe zu dieser Pressemitteilung unter www.planet-diversity.org/Mai2

Kontakt:
Benedikt Haerlin, 030 27590309
Mone Volke, Planet Diversity, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 030 28 48 23 25,
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Für den Erhalt der regionalen Vielfalt- Gegen globale Monokulturen

Demonstration, Festival und der Kongress Planet Diversity setzen sich für biologische Vielfalt ein

PRESSEINFORMATION, Berlin, 29.04.08 - Zum Auftakt der UN-Verhandlungen zur Biologischen Vielfalt bün-delt Planet Diversity Hüter und Hüterinnen der Vielfalt aus aller Welt in Bonn. Am 12. Mai begrüßen sie die UN-Delegierten mit einer Demonstration und einem Festival unter dem Motto „ Für biologi-sche Vielfalt – regional, fair, gentechnikfrei!“. Über 80 Bauern-, Entwicklungs- und Umweltschutzorganisationen unterstützen die Demonstration und fordern eine radikale Wende in der Agrarpolitik. Denn die Botschaft des UNO-Weltagrarberichts ist mehr als deut-lich: Die industrielle Landwirtschaft mit Monokulturen, Massentier-haltung und dem Einsatz von Pestiziden und grüner Gentechnik ist nicht geeignet, den Hunger auf der Welt nachhaltig zu bekämpfen.

“Wir brauchen eine neue Landwirtschaft”, sagt Benedikt Haerlin, Leiter des Berliner Planet Diversity Büros. „Eine Milliarde Menschen leidet an Hunger,” so Haerlin weiter, “und obwohl die derzeitigen Proteste haupt-sächlich in den Städten stattfinden, lebt die Mehrzahl der hungernden Weltbevölkerung auf dem Land. Wir können uns Monokulturen mit ihrem gewaltigen Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden nicht mehr leisten.” Gentechnik kann keine Lösung sein. Ebenso wenig Patente auf Saatgut, die den traditionellen Austausch von Saatgut – und damit uraltes Wissen – verhindern.

“Wir stehen am Scheideweg”, sagt Georg Janßen, Bundesgeschäftsfüh-rer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), die die Demonstration koordiniert. In der Landwirtschaftspolitik muss es eine radikale Änderung hin zu einer Unterstützung der bäuerlichen Landwirt-schaft weltweit geben. Aber die deutsche Regierung will, dass sich an der europäischen Agrarpolitik mit ihrer einseitigen Förderung der Agrar-industrie bis 2013 nichts ändert. Gentechnisch veränderte Pflanzen sind keine Lösung. Sie erhöhen lediglich die Abhängigkeit der Bauern von der Agrarindustrie. “Wir appellieren an die Bundesregierung, alle Län-derregierungen und die Spitze des Deutschen Bauernverbandes, endlich umzudenken. Die Zukunft gehört nicht industriellen Agrarkonzernen, sondern bäuerlichen Anbauweisen. Wir setzen auf Qualitätserzeugung von gesunden, gentechnikfreien Lebensmitteln statt auf industrielle Massenproduktion.”

Die Organisatoren werden es nicht zulassen, dass Länder des Nordens und des Südens in diesen Fragen auseinander dividiert werden. Sie verstärken die internationale Zusammenarbeit und rufen auf zur Interna-tionalen Kundgebung und zur Demonstration am 12. Mai 2008 in Bonn.

Die Forderungen für die Demonstration sind nahezu deckungsgleich mit denen des Weltagrarberichts: Gegen globale Monokulturen, gegen Ag-rarsprit und internationale Rohstoff-Spekulation, gegen gentechnische Experimente, Bio-Piraterie und Patente aufs Leben. Für freien Austausch von Saatgut und Wissen, für den Erhalt der regionalen Vielfalt.

Als Redner auf der Abschlusskundgebung werden unter anderem zwei Träger des alternativen Nobelpreises erwartet: die indische Physikerin und Aktivistin Vandana Shiva und der kanadische Landwirt Percy Schmeiser. Er wurde vom Chemiegiganten Monsanto wegen Patentver-letzung verklagt, nachdem seine Felder durch gentechnisch veränderte Pollen kontaminiert wurden.

Im Anschluss an die Demonstration lädt das Festival der Vielfalt von 14 bis 22 Uhr zum Feiern in den Bonner Rheinauen ein. Mit einem bunten Programm möchten die Veranstalter eine breite Öffentlichkeit auf den Verlust von Vielfalt auf dem Acker, im Stall und in den Töpfen aufmerk-sam machen. Dazu begrüßen sie internationale Gäste aus sozialen Bewegungen und freuen sich über rege Beteiligung engagierter Men-schen aus der Region. “Das Fest wird alle Sinne und alle Generationen ansprechen mit Kinderbereich, Streichelzoo und Aktionen zum Mitma-chen, Kino- und Theater, Musikbands, ebenso wie einem Angebot von Jungpflanzen und Leckereien aus der Region und aus der Weltküche”, erläutert Ute Sprenger, Mitorganisatorin im Bündnis von Planet Diversity. In einem eigenen Pavillon wird das „Internationale Jahr der Kartoffel“ gefeiert. Der bolivianische Botschafter wird die Bedeutung der Knolle für sein Land erklären.

Zwei Bühnen bieten ein multikulturelles Programm mit Musikbands, Tanz, Kabarett und Polit-Talk mit Agrar- und Umweltexperten aus der ganzen Welt. Bolivianische und haitianische Tanzgruppen treten auf, es gibt russischen Speedfolk, Rock und Klassik, Jazz und Afro-Klänge, Latino-Gruppen und japanische Trommler. Der bekannte Kabarettist Gregor Lawatsch hat zugesagt ebenso wie Bands aus einem Schüler-Rockwettbewerb. Mit Songs wie dem "Liebeslied an die Kartoffel Linda" und der Huldigung an das Schwäbisch-Hällische Schwein werden Küns-tler lustvoll zeigen, dass die Agrarwirtschaft auch hier zu Lande um-steuern muss, damit das Spektrum von Kulturpflanzen und Nutztieren nicht immer weiter eingeschränkt wird.

Die Demonstration und das Festival bilden den Auftakt für den dreitägi-gen Internationalen Kongress Planet Diversity. Rund 500 internationale Teilnehmer diskutieren vom 13. bis 15. Mai über lokale und regionale, biologische wie kulturelle Vielfalt als Motor ländlicher Innovation und Garant von Ernährungssouveränität und-sicherheit. Die Podiumsdiskus-sionen werden in vier Sprachen übersetzt, in 33 Workshops werden die Themen weiter vertieft und Strategien für die Zukunft entwickelt.

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Vielfalt als Antwort auf Lebensmittelkrise

Planet Diversity stellt weltweite Modelle nachhaltiger Landwirtschaft vor

PRESSEMITTEILUNG, Berlin, 21.04.2008 - Explodierende Lebensmittelpreise und Hungeraufstände führen endlich auch bei Institutionen wie dem Internationalen Währungsfond oder der Weltbank zu der Erkenntnis: es läuft etwas grundlegend falsch in der globalen Landwirtschaft. Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer will eine „Renaissance der Landwirtschaft“ und Bundeskanzlerin Angela Merkel sucht nach Strategien gegen die internationale Lebensmittelkrise. „Planet Diversity“ hält Antworten bereit und wird auf dem Internationalen Kongress zur Zukunft von Lebensmitteln und Landwirtschaft Alternativen zur Globalisierung der Agrarmärkte und zur Vernichtung bäuerlicher Existenzen und der ökologischen Grund-lagen unserer Ernährung präsentieren.

Die gegenwärtigen Auslöser der Lebensmittelkrise, zu denen Agrar-Sprit und internationale Markt-Spekulationen ebenso gehören wie die gestiegene Nachfrage nach Futtermitteln, sind Tropfen, die das Fass jahrzehntelanger falscher Agrar- und Handelspolitik zum Überlaufen gebracht haben.

Der Weltagrarrat IAASTD hat in seinem am 15. April vorgestellten Bericht deutlich gemacht, dass die industrielle Landwirtschaft mit Monokulturen, Massentierhaltung und dem Einsatz von Pestiziden und grüner Gentechnik nicht geeignet ist, den Hunger auf der Welt nachhaltig zu bekämpfen. Sie zerstört gleichermaßen bäuerliche Existenzen und die immer knapper werdenden natürlichen Ressourcen. Die Agrar- und Handelspolitik vor allem der Europäischen Union und Nordamerikas mit ihren Exportsubventionen und Einfuhrzöllen und der Druck des IWF und der Weltbank auf Entwicklungsländer, lokale Lebensmittelsicherheit und den Schutz ihrer nationalen Landwirtschaft auf dem Altar globaler Märkte zu opfern, haben Strukturen geschaffen, in denen jetzt die Armen dieser Welt mit der Nachfrage der Wohlhabenderen nach Agar-Sprit und Billigfleisch konkurrieren müssen.

Der große Katzenjammer in Politik und Weltinstitutionen muss nun zu nachhaltigen Ände-rungen in der Agrar- und Handelspolitik führen. „Business as usual ist keine Option mehr,“ warnen die Experten des Agrarrats. Nur eine an die örtlichen Gegebenheiten angepasste Landnutzung in bäuerlichen Strukturen werde das Hungerproblem weltweit dauerhaft lösen.

„Der Weltagrarbericht ist ein Weckruf an Regierungen und internationale Einrichtungen, ihre finanziellen Mittel in eine agro-ökologische Revolution der Landwirtschaft zu investieren. Die Abhängigkeit von Weltmarktpreisen und von patentiertem Saatgut und Agrochemikalien weniger transnationaler Unternehmen ruiniert die Kleinbauern und armen Regionen dieser Welt“, warnt Benny Haerlin, Mitglied des IAASTD-Aufsichtsrates und Organisator von „Planet Diversity“.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Internationalen Kongress „Planet Diversity“ in Bonn setzen sich für lokale, vielfältige und gentechnikfreie Ansätze ein. Vom 12. bis 15. Mai, parallel zu den Verhandlungen der UN-Konvention für biologische Vielfalt , diskutieren bei „Planet Diversity“ 500 Landwirte, Verbraucherinnen, Lebensmittelhersteller, Gärtnerinnen und Saatgutretter, Umweltschützer, Indigene, Wissenschaftler, Gentechnik- und Globalisie-rungskritikerinnen, Menschenrechts-, Entwicklungs- und Frauenorganisationen aus 90 Län-dern, über lokale und regionale, biologische wie kulturelle Vielfalt als Motor ländlicher Inno-vation und Garant von Ernährungs-Souveränität und –Sicherheit.

Zu den Rednerinnen und Rednern gehören unter vielen anderen der Träger des World Food Preises und Co-Präsident des Weltagrarrates, Hans Herren, die alternativen Nobelpreisträger Vandana Shiva, Percy Schmeiser, Farida Akhter und Ryoko Shimizu, der Stifter des Preises Jakob von Uexküll , Wissenschaftler wie der Präsident der Latein-amerikanischen Gesellschaft für Agrarökologie Miguel Altieri, der Präsident der Internationalen Gesellschaft für ökologische Agrarforschung Ulrich Köpke, der Theologe Günter Altner, die Biologinnen Christine von Weizsäcker und Florianne Koechlin.

Zum Auftakt des Kongresses findet am 12. Mai eine internationale Demonstration unter dem Motto: „Für biologische Vielfalt – regional, fair und gentechnik-frei!“ statt. Im Anschluss wird auf dem Festival der Vielfalt in den Bonner Rheinauen bis in den Abend gefeiert.

Planet Diversity wird organisiert von einem Komitee internationaler NGO’s. Dazu gehören aus deutscher Sicht Greenpeace, BUND, Heinrich-Böll-Stiftung, EED u.a.

Mone Volke
Presse
Planet Diversity, Berlin
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Billigfleisch und industrielle Landwirtschaft sind die größten Klimasünder

„Planet Diversity“ zum Weltverbrauchertag 2008 im Zeichen des Klimaschutzes

Berlin, 15. März 2008 – Ernährung und Landwirtschaft spielen eine zentrale Rolle beim Klimawandel. Das ist die Botschaft von PLANET DIVERSITY zum heutigen Weltverbrauchertag. Weltweit stammen 18 Prozent der vom Menschen verursachten Treibhausgase nach einem Bericht der UN-Ernährungsorganisation FAO aus der Viehzucht; mehr als durch den gesamten Verkehrssektor in die Luft gepustet wird.

Die Rinderzucht allein ist für 37 % der menschlichen Methanproduktion (23 mal klimawirksamer als CO2) verantwortlich und für 67 % des Stickoxids (296-facher CO2 Wert). Um Massentierhaltungsbetriebe mit Futter zu versorgen,werden Regenwälder für den Sojaanbau gerodet. Die Fleischproduktion
beansprucht mittlerweile 70 Prozent der weltweiten Agrarfläche1.

Eine Alternative zum Raubbau industrieller Monokulturen im Dienste von Billigfleisch und Agrarsprit ist die kleinbäuerliche Landwirtschaft , die auf regionale Versorgung und Vielfalt setzt. Auf dem internationalen Kongress PLANET DIVERSITY kommen vom 12. bis 16. Mai 2008 in Bonn Vertreterinnen und Vertreter regionaler Gruppen aus über 70 Ländern zusammen. Während Politiker bei den parallel stattfindenden Verhandlungen der UN-Konvention zur Biologischen Vielfalt (CBD) und des Cartagena Protokolls zur Biologischen Sicherheit um die Kontrolle „genetischer Ressourcen“ und die Haftung für Gentechnik -Schäden feilschen, diskutieren Betroffene und Aktive bei PLANET DIVERSITY darüber, was konkret für biologische Vielfalt und gegen den Klimawandel getan werden kann.

Auch Vandana Shiva, Trägerin des Alternativen Nobelpreises und Mitglied der International Commission on the Future of Food, wird dabei sein. Sie sagt: „Die meisten Leute, die sich wegen des Klimawandels Sorgen machen, denken nicht über die Landwirtschaft nach. Sie realisieren nicht, dass das dominante Agrarmodell für 40 –50% des Klimawandels verantwortlich ist, und dass ein kleinräumiges ökologisches System mit 40 –50% zur Lösung des Klimaproblems beitragen könnte.“

Benedikt Haerlin, einer der Organisatoren von PLANET DIVERSITY ist überzeugt: „Wie wir künftig Lebensmittel produzieren und konsumieren , ist entscheidend bei der Bewältigung der zentralen globalen Herausforderungen unseres Jahrhunderts: dem weltweiten Hunger und der Ungerechtigkeit, dem Klimawandel und dem Verlust der biologischen Vielfalt . Billigfleisch und Agrarfabriken sind Klimakiller und Biodiversitätsvernichter ersten Ranges. Darüber sollte am Weltverbrauchertag gesprochen werden.“

Veranstaltet wird PLANET DIVERSITY von deutschen Landwirtschafts-, Umwelt-, und Entwicklungsorganisationen, kritischen Wissenschaftlern und einem internation alen Beirat. Träger ist die Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Mehr Informationen finden Sie unter www.planet-diversity.org

1Quelle: FAO, Livestocks long shadow, environmental issues and options, Rom, 2006
http://www.fao.org/newsroom/en/news/2006/1000448/

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BERLIN, der 28. Januar 2008 - PRESSEERKLÄRUNG

Weltkongress zur Zukunft von Landwirtschaft und Essen , 12.-16.Mai in Bonn
Planet Diversity öffnet seine Türen

Im Mai diesen Jahres steht die Biodiversivität im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Zur Vertragsstaatenkonferenz der UN-Konvention zur biologischen Vielfalt (CBD) und ihrem Cartagena Protokoll zur biologischen Sicherheit werden in Bonn Regierungsvertreter aus 190 Nationen erwartet.

Zu Beginn dieser Verhandlungen treffen sich gleich neben dem Verhandlungsort Vertreterinnen und Vertreter von Basisgruppen, Bauernorganisationen, regionalen und lokalen Regierungen sowie indigenen Gemeinden, von Umwelt-, Entwicklungs-, Frauen-, Menschenrechts- und Verbraucherorganisationen aus aller Welt zu einem Gegengipfel der Vielfalt: „Planet Diversity - Lokal, Vielfältig, Gentechnikfrei“.

Am Pfingstmontag (12. Mai) wird mit einer Demonstration und einem großen Festival die biologische und kulturelle Vielfalt in Landwirtschaft, Gartenbau und Esskultur der Welt gefeiert. Darauf folgt eine dreitägige internationale Konferenz mit ca. 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen Kontinenten.

“Wie wir künftig Lebensmittel produzieren und konsumieren ist entscheidend bei der Bewältigung der zentralen globalen Herausforderungen unseres Jahrhunderts: dem weltweiten Hunger und der Ungerechtigkeit, dem Klimawandel und dem Verlust der biologischen Vielfalt”, erklärt Benedikt Haerlin, im Namen des breitgefächerten, internationalen Organisations- und Beratungskomitees.

Zu den Rednerinnen und Rednern bei „Planet Diversity“ gehören unter vielen anderen die alternativen Nobelpreisträger Vandana Shiva, Percy Schmeiser, Helena Norberg-Hodge, Ibrahim Abouleish, Ryoko Shimizu und Tewolde Egziabher. Außerdem kommen Jakob von Uexküll von dem World Future Council, der Träger des World Food Preises Hans Herren, die Landwirtschaftsminister Tansmaniens und der Toskana, Wissenschaftler wie der Präsident der latein-amerikanischen Gesellschaft für Agrarökologie Miguel Altieri, der Präsident der internationalen Gesellschaft für ökologische Agrarforschung Ulrich Köpke, der Theologe und Biologe Günter Altner, die Biologinnen und Aktivistinnen Christine von Weizsäcker und Florianne Koechlin. „Ebenso wichtig wie solche Vordenkerinnen und Vordenker einer neuen Kultur der Vielfalt sind die vielen Repräsentanten von Kleinbauern und Gärtnern, Umwelt-, Konsumenten- und Frauenorganisationen, indigenen Gemeinden, Saatgut-Initiativen und all den anderen Gruppen, die die Vielfalt des Lebens auf diesem Planeten praktisch und vor Ort erhalten und fortentwickeln,“ sagte Haerlin.

“Bei Planet Diversity geht es um die praktische Verteidigung der natürlichen Vielfalt zusammen mit den vielfältigen Kulturen und Traditionen, sie zu nutzen, zu erhalten und miteinander zu teilen. Hier diskutieren die verschiedensten sozialen Bewegungen und Initiativen aus Nord und Süd, Ost und West, Stadt und Land über ihre Erfahrungen und Pläne und ihre weitere Zusammenarbeit. Wir erleben gegenwärtig die Entstehung einer neuen, globalen Bewegung, die sich lokal und regional den weltweiten Monokulturen in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion und in unserem Konsum entgegenstellt. Globale Einheits-Systeme zerstören die Umwelt und die sozialen Strukturen. Sie gefährden das Netz des Lebens, dessen Teil wir sind”, fügte er hinzu.

Biologische Vielfalt sei mehr ist als eine „genetische Ressource“, die sich einfrieren, digitalisieren oder ins Naturschutz-Museum abschieben und bei Bedarf patentieren und manipulieren läßt. „Sie ist das älteste Überlebensprinzip der Natur, aber auch menschlicher Zivilisationen. Diese Vielfalt durch industrielle, energie- statt arbeitsintensive Landwirtschaft und globale Einheitsnormen ungesunder und ungerechter Ernährung zu ersticken heißt in Zeiten den Klimawandels buchstäblich, den Ast abzusägen auf dem wir sitzen.“

In vier Sprachen, werden Plenarsitzungen, Informationsmärkte und über 30 Workshops einen intensiven Austausch ermöglichen, sowie die Entwicklung von Strategien zu Kernthemen wie Ernährungssouveränität und Zugang zu gesundem Essen, zu Saatgut, Wasser und Land – Konsumentenrechte und faire Beziehungen zu den Produzenten – Tradition und Qualität von Esskultur und landwirtschaftlicher Produktion – Gentechnikfreie Regionen – spezielle Belange von Frauen – Patente auf Lebewesen und Ihre Gene – Agrar-Sprit – indigene Rechte und indigenes Wissen –neue wissenschaftliche, politische und ethische Paradigmen der Vielfalt.

Alle, die sich an „Planet Diversity“ beteiligen wollen, sind jetzt eingeladen, sich auf der Webseite www.planet-diversity.org zu informieren und anzumelden.

Die Vorbereitung der Demonstration und des Festivals werden im Bonner Büro von „Planet Diversity“ organisiert.
 

Kontakt:
Shannon von Scheele
c/o Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Marienstr.19-20, 10117 Berlin
Tel 030 27590309, Fax 030 27590312 Email info@planet-diversity.org

Bonner Büro:
Anna Gyorgy und Zoe Heuschkel
c/o IFOAM Charles-de-Gaulle-Str. 5, 53113 Bonn,
Tel 0228 92 65022 Email: bonn@planet-diversity.org

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