Die Lebensmittelpreise explodieren und bedrohen Existenz und Überleben von Millionen Menschen. Auf unserem Planeten gibt es genug für alle. Die Landwirtschaft boomt, aber nur für diejenigen, die bezahlen können. Futtermittel für Billigfleisch und Agrar-Sprit sind profitabler als das tägliche Brot der Armen.
Monokulturen zerstören die natürliche und landwirtschaftliche Vielfalt, die unser Überleben sichert. Millionen bäuerlicher Existenzen werden Jahr für Jahr vernichtet. Kulturen, Sprachen, Lebensweisen, Wissen und Weisheit von Generationen fallen der Globalisierung der Landwirtschaft und rücksichtslosen Land- und Rohstoffspekulationen zu Opfer.
Gentechnische Patentrezepte haben sich als untauglich erwiesen, die drängenden Probleme von Hunger, Armut und Umweltzerstörung zu lösen. Sie bergen neue, unkalkulierbare Risiken und schaffen neue Zwänge und Abhängigkeiten. Milliarden fließen in die Gentechnik und Patentierung von Lebewesen. Für angepasste, nachhaltige Technologien und deren Verbreitung fehlen die Mittel.
Die Vielfalt der Natur, der Regionen und menschlichen Kulturen auf unserem Planeten werden von einer lebensfeindlichen Industrialisierung bedroht. Diese Vielfalt ist die einzige Innovationskraft der Natur, die sich seit Millionen von Jahren bewährt hat. Wir sind wie alle Lebewesen ein Teil dieser Vielfalt und keine „genetische Ressource“ der Industrie.
Von den Regierungen der Welt, erwarten wir bei der Vertragssaatenkonferenz der Konvention für biologische Vielfalt in Bonn Mut, Verantwortung und Taten, keine Sonntagsreden. Dafür demonstrieren wir am Montag, den 12. Mai in Bonn.